Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung und Heuser Software AG entwickeln innovatives Alarmkonzept

Alarmkonzept zur Überwachung von Räumlichkeiten und Lebendobjekten unter Laborbedingungen.

Das Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf entwickelte mit der Heuser Software AG ein neues, innovatives Alarmkonzept zur Überwachung von Räumlichkeiten und Lebendobjekten unter Laborbedingungen.

Das IUF, als eines der führenden Institute in Deutschland für die molekulare Prävention umweltinduzierter Gesundheitsstörungen, benötigte im Zuge von Umbaumaßnahmen die Möglichkeit ihre Räumlichkeiten nach verschiedenen Kriterien zu überwachen und im Falle einer Alarmsituation konkrete Ansprechpartner digital zu informieren. Darüber hinaus müssen das in den Laboren eingesetzte technische Equipment und die darin befindlichen Lebendobjekte vor Stromausfällen geschützt werden.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelte die Heuser Software AG nicht nur das Alarmkonzept, sondern auch die notwendige Software zum Einsatz auf Basis handelsüblicher Hardware-Komponenten, die von unterschiedlichen Herstellern stammen. 

Herzstück der Lösung bildet ein Netzwerk aus Kleinstrechnern, den Raspberry Pis der Version 2 und 3 , die mittels einer für die Geräte kompatiblen USV (Pi-USV/S.USV) ausgestattet und in alarmsensitiven Räumen platziert sind. Sobald einzelne Räume von Stromausfällen betroffen sind oder wenn Spannungsspitzen registriert werden, melden die einzelnen Systeme entsprechende Ereignisse an dynamisch deklarierte Mastersysteme im Netzwerk zurück. In Abhängigkeit des Vorfall-Schweregrads werden die entsprechenden Alarme über GSM-Sticks per SMS an diensthabende Wissenschaftler gesendet, die dann wiederum konkrete Notfallmaßnahmen einleiten können. 

Darüber hinaus sind zum Zwecke des Wohlbefindens der Lebendobjekte Multisensorstationen in einem parallel betriebenen Zigbee-Netzwerk der Fa. Libelium implementiert. Diese senden in periodischen Zeitabständen Luftqualität und bestimmte Umgebungswerte, wie z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. Sollten Schwellwertverletzungen auftreten, werden auch hier konkrete Alarme an die Mastersysteme gemeldet, die diese bei Bedarf an Kontaktpersonen weiterleiten. 

Die von der Heuser Software AG zum Betrieb der Sensoren realisierte Software basiert im Wesentlichen auf einem eigens entwickelten OSGi-Framework, das im Kontext einer Java-Embedded Umgebung auf vorgenannten Kleinstrechnern betrieben wird. Das Erkennen und Versenden von Alarmen ist mit einem separat entwickelten OSGi-basierten Zigbee-/JMS-Bundle realisiert, während die Ansteuerung der Raspberry Pi USVs  und deren Ereignisauswertung über native Programmierung erfolgte.

Alle Systeme sind vollredundant ausgelegt und spiegeln die anfallenden Daten jeweils untereinander. Mittels des eigens für das IUF entwickelten REST-basierten Web-Frontend können sich die Wissenschaftler den aktuellen Stand von laufenden Messungen sowie Umgebungswerten sofort anzeigen lassen oder historisch, über beliebige Datumperioden, auswerten.

Aus Sicherungsgründen wird das Netzwerk gekapselt betrieben und agiert komplett autark von der Umgebung. 

Die erfolgreiche Inbetriebnahme der oben skizzierten Lösung wurde nicht nur zur notwendigen Alarmsignalisierung entwickelt, sondern dient auch als Präferenzobjekt für eine vollwertige und trotzdem kostensparende Möglichkeit, Alarme energieeffizient, administrationsarm, schnell und zuverlässig zu signalisieren. 

Wir freuen uns, das IUF als neuen Kunden gewonnen zu haben.